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Folien-Schutz
Ein hüfthoher Faserstapel wird mit Millionen von Nadelstichen auf wenige Millimeter verdichtet. Dieses Vlies wirkt wie eine kugelsichere Weste: Es verteilt die Punktlast  auf eine größere Fläche. Darüber hinaus können spezielle Dichtfasern eine Schadestelle neutralisieren. Vlies unter der Folie ist daher besonders wichtig. Hinzu kommt: Eine Folie altert durch  Bo­den­bakterien auf der Landseite schneller als auf der Was­ser­seite. Vlies900 schafft eine Trennschicht wodurch die Bakte- rienvermehrung  erschwert wird.  
Vlies900 (900 Gramm Fasern pro m²) gehört inzwischen zum Standard für größere Teichanlagen. Das extrem robuste Material schützt die Folie vor allen Punktlasten und macht eine Selbstreparatur im Schadensfall.
Durch die Kombination von Vlies900 und Folie haben wir in unserem Unterwasserpark eine Dichtung aufgebaut, die einer 20mm dicken Folie entspricht und 4 getrennte Selbstreparatur-Ebenen enthält.
Häufiges Risiko: Last von unten
Die größten Risiken für eine Folie sind Steine, Wurzeln und Bodenverlagerungen. Sie führen zu Dehnungsbelastungen, die außerhalb jeder Kontrolle sind. Grobe Bodenunebenheiten durch Steine und Lehmbrocken müssen in jedem Falle mit Sand ausgeglichen werden. Beachten Sie bitte, daß Steine im ober­flächennahen Bereich weiter hochfrieren. Sicheren Schutz bietet nur Vlies900. Setzen Sie es ein, wann immer Ihr Etat es zuläßt! Folie und Lehm vertragen sich manchmal nicht gut, daher besser durch Vlies (oder Sand) trennen.  
Sie können den Boden noch so schön vorbereitet haben - er kann sich ändern: Mäuse graben Gänge unter der Folie. Sie nagen sich zwar nicht durch die Folie, doch die Folie kann im Bereich der Gänge und Brutkessel einsacken.
Wurzeln können zum Teich vordringen, dicker werden und die Folie anheben. Was auch immer passiert: Vlies900 sorgt dafür, daß die Lasten breit verteilt werden. Vlies330 reicht dafür nicht, weil die Wurzeln es durchwachsen können.
Risiko von oben
Oft ist das Beschädigungsrisiko von oben größer als von unten. Dies betrifft z.B. alle öffentlichen Anlagen. Bei überschaubarem Risiko ist die Verbundmatte eine gute Lösung. Bei extremen Lasten (Vandalismus, Pferdewaschanlage) ist eher Vlies900 zu empfehlen. Bei Bedarf wird das obere Vlies noch mit einer Mörtel- oder Betonschicht überdeckt. Derart gesicherte Folien sind praktisch unzerstörbar, weil sie überhaupt keinen Lastkontakt mehr haben. Mehr über Verbundmatten steht hier.

Last von oben: Weich schadet!
Nehmen Sie einen Kugelschreiber und ein Blatt Papier: Wo können Sie besser schreiben? Auf einer harten Platte oder auf weichem Teppichboden?
Kein Zweifel: Auf einer weichen Unterlage sticht der Schreiber leicht durch das Papier.
Änlich beim Teich: Weicher Teppichboden unter der Folie ist eher schädlich. Wenn die Last von der Folienseite kommt, wird die Folie bei weicher Unterlage leicht überdehnt. Je härter der Folienuntergrund ist, desto besser!  

Wenn die ungeschützte Folie gedehnt wird, wird sie zwangsläufig dünner und reißt. V900 unter der Folie verhindert die Dehnung, eine zusätzliche Vlies-Schicht von oben ist der perfekte Schutz.
Ein Scherbenhaufen mit vielen Splittern und messerscharfen Bruchstellen wird mit Vlies 900 und der grünen NaturaGart-Teichfolie, 1 mm stark, abgedeckt.
Unsere 3000 kg schwere Zugmaschine walzt den Scherbenhaufen platt. Das mehrere Zentimeter hohe Profil quescht Folie und Vlies zwischen die Scherben. Ein Druck wie in über 20 m Wassertiefe.
Messerscharfe Scherben und nadelspitze Splitter haben Vlies und Folie zwar stark gedehnt, es gibt jedoch trotz des hohen Druckes keine Beschädigung der Folie.
Fehlertolerant:
Ein Loch in der Folie bedeutet noch lange nicht das Ende des Teiches! Das Fasergemisch sorgt dafür, daß sogar große Löcher verstopfen - das System bleibt dicht! Beispiel: In der Bauphase des Tauchparks kam der Winter früher als erwartet und wir mußten Verschweißarbeiten kurz vor Schluß abbrechen. Ein Loch von etwa einem m² war nur mit Vlies900 gedichtet. Das wurde rasch so dicht wie die Folie.  
Sollte irgend­wann einmal die Folie beschädigt werden, so sickert Wasser durch das Loch, der Teich ist undicht.
Anders bei Na­turaGart Vlies 900. Boden­teil­chen ver­stop­fen das Vlies und machen es auf diese Weise was­serdicht.
Qualitäts-Unterschiede
Wie bei Folie gibt es auch bei Vliesen gewaltige Qualitäts- und Preisunterschiede. Manche fühlen sich genauso dick an, kosten aber deutlich weniger. Warum?
 
Viele Billig-Vliese enthalten organische Fasern (Baumwolle, Jute etc.), die schnell verrotten und daher völlig sinnlos sind.
Test: Bei Billig-Vliesen können Sie leicht einen Kugelschreiber durch das Vlies drücken. (links). NaturaGart-Vlies 330 läßt bestenfalls die Minenspitze durch (Pfeil).
Wasserundurchlässig
Beispiel: Auf weichen Böden legt man bei Baustraßen ein Vlies unter den Schotter. Der drückt sich dadurch nicht so tief ein - man spart dadurch Material.
Damit sich auf der Straße keine Pfützen bilden, muß solch ein Vlies das Wasser durchlassen.
NaturaGart-Vlies900 hat ein ganz anderes Ziel: Neben der Festigkeit soll es zusätzlich ir­gend­wann mögliche Fo­lien­be­schä­di­gun­gen ab­dichten. Das Vlies darf daher nur sehr feine Poren haben.  
 
Für den Straßenbau nimmt man meist steifere Polypropylen-Fa­sern und baut sie unge­richtet ein. Dadurch bleiben reichlich Hohlräume im Vlies, durch die das Regenwasser versickern kann .
Beim NaturaGart-Vlies werden die Last-Fasern waagerecht aus­gerichtet und dicht miteinander ver­bunden. So bleiben nur winzige Hohlräume, die sich sehr schnell mit Partikeln zusetzen: Das Vlies wird wasserdicht.
Stark verfestigt
Entscheidend für Preis und Leistung ist auch die Vernadelungsdichte:
 
Billig aber schlecht: Maschinen-Vorschub zu schnell, wenig Ver­bindungspunkte, wenig verdichtet. Ergebnis: das Vlies bleibt dicker, ist aber nicht so fest.
Gut aber teurer: Maschine läuft langsamer, schafft dadurch weniger, vernadelt aber dichter. Ergebnis: das Vlies wird dünner aber fester.
Faser-Verbund
Poly­ester-Fasern quellen im Boden noch etwas auf und werden durch den Reibungswiderstand zwischen den Fasern etwa doppelt so fest wie viele gleich schwere Polypro­pylen-Vliese.
 
Drahtig-steife PP-Fasern las­sen sich nicht so fest verbinden. Das Vlies wird da­durch dicker und wirkt ´wertvoller´, ist aber in Wirklichkeit lockerer und wirkungsloser.
Weichere Polyester-Fasern sind viel enger verbunden. Das Vlies ist dadurch stärker verdichtet. Es wird etwas dünner, ist aber viel fester.
langfaserig
Je länger und fester die Faser, desto höher die Festigkeit - und der Preis, denn: Kurze Fasern sind billiger.
 
Kurzfasern haben weniger Vernadelungspunkte, dadurch sinkt die Belastbarkeit - das Vlies hält weniger.
Längere Fasern haben mehr Befestigungspunkte - das Vlies wird insgesamt fester.
NaturaGart-Konzept: In das dichte Lastfaser-Skelett werden zusätzliche feinere Dichtfasern eingearbeitet. Das ist ein Vorteil!
NaturaGart-Vlies330: Schutz vor kleinen, scharfkantigen Steinen, fixiert größere Steinsplitter unter einer Sandschicht. Verhindert, daß sich Steine durch Begehen der Folie, durch Frost und Wurzelwachstum ´hocharbeiten´. Preisgünstigste Lösung.
NaturaGart-Vlies900: Bei steinigen Böden, polstert auch Unebenheiten zwischen den Steinen aus. Widerstandsfähig gegen den Druck von Pflanzenwurzeln. Bei Vandalismus-Risiko auch über der Folie. Verstopft etwaige Löcher in der Folie.
Schutz von oben
Oberhalb der Folie bieten die Ufer- und Verbundmatten einen perfekten Schutz. Die Ufermatten liegen am Ufer und werden durchwurzelt. Die Verbundmatte liegt im Teich und wird an Hängen auf die Folie geklebt. Die Oberfläche wird dann mit Mörtel eingeschlämmt - ein stabiler Faserbeton entsteht. 
Derart gesicherte Folien sind praktisch unzerstörbar.
Der Vorteil: Das ganze System bleibt so flexibel wie ein Kettenhemd oder eine kugelsichere Weste. Vlies und Ufermatte lassen überhaupt keine Lasten mehr an die Folie heran.