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Grenzwerte: Temperatur Drucken E-Mail

Hohe Temperaturen
führen zu hoher Nahrungsauf- nahme und dementsprechend auch zu vielen Ausscheidungen.
Diese Exkremente beeinflussen entscheidend die Wasserqualität.
Bei hohen Temperaturen ist auch eher ein Sauerstoff-Defizit zu erwarten.
Die Fütterung sollte daher in nicht vollständig kontrollierten Teichanlagen stark reduziert werden.

Niedrige Temperaturen
Der Lebenszyklus vieler Arten sieht eine Winterpause vor. Gönnen Sie Ihren Fischen den Winterurlaub. Etliche Arten sind zwingend darauf angewiesen, wenn sie im nächsten Jahr fortpflanzungsfähig sein sollen.

Also: Die Winterpause quält Ihren Fisch nicht, sondern hält ihn gesund. Es gibt Fälle, in denen Fische ein ganzes Jahr lang die Nahrungsaufnahme schadlos eingestellt haben. Je weniger Sie füttern, desto problemloser wird die Überwinterung verlaufen.

 

 

 


 


Temperatur-Abfall
Die höchsten oder tiefsten Temperaturen sind oft nicht so entscheidend wie die Geschwin- digkeit der jeweiligen Änderung.
Unterhalb bestimmter Temperaturen stellen die Fische die Nahrungsaufnahme ein. Wenn der Übergang wie in der Natur langsam erfolgt, wird der Darm vollständigt entleert. Bei einer zu raschen Temperaturabsenkungen stellt der Fisch die Verdauung ein, der Darminhalt fault und kann den Fisch töten.
Oft bestehen über den Zeitbedarf falsche Vorstellungen: Wenn Fische oberhalb von 10°C lange gehalten worden sind und dann auf 2-4°C umgesetzt werden, wird in der Regel die Atmung gelähmt. Eine sichere Anpassung dauert 3 - 8 Wochen.
Auch eine Temperaturabsenkung von z.B. 20 auf 10°C ist oft tödlich. Solche Situationen treten häufiger im Frühjahr auf, wenn die Fische aus der warmen Überwinterung wieder in den dann noch kalten Teich gesetzt werden.


Temperatur-Anstieg
Achten Sie darauf, daß die Temperatur während und nach der Winterpause nicht so schnell ansteigt.
Wenn z.B. bei den Karpfentypen innerhalb von 4 Stunden die Temperatur von 4 auf 20°C ansteigt, mobilisiert der derart gestresste Fisch in den nächsten 14 Tagen bis zu 50% seiner Fettreserven. Falls das Fettpolster für diesen Kraftakt  nicht ausreicht, wird er wahrscheinlich sterben.

Fütterung und Temperatur
Viele Fischkulturen finden heute in Kühlwasserbecken von Kraftwerken statt. Das warme Wasser führt zu intensiver Nahrungsaufnahme die den Fischen in der Regel nicht gut bekommt. Im Freiland erreicht der jährliche Zuwachs meist nur etwa 20 - 50 % der Werte in Fischzuchten - und vielen Hobby-Teichen.
Merke: Die Mast treibt den Fisch geradezu in viele Krankheiten. Weniger Futter macht die Fische stabiler und vitaler.