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Grenzwerte: pH-Wert Drucken E-Mail

Der pH-Wert in den Teichen wird im Idealfall durch zwei Puffersysteme stabilisiert, die jedoch beide z.T. lange Anlaufzeiten haben.
In neu angelegten Teichen kommt es daher öfter zu starken Schwankungen:

Das Kalk-/Kohlensäure-System
In der Anfangsphase sind die Teiche weitgehend ungepuffert, der pH-Wert kann beträchtlich schwanken.
Das Kalk-/Kohlensäure-System existiert daher bei neu angelegten Teichen meist nur theoretisch, weil kaum Abbauvorgänge stattfinden, die Kohlendioxid freisetzen könnten.
Daraus resultiert dann zwangsläufig auch ein Mangel an Kohlensäure, beide Komponenten sind jedoch die Voraussetzung für die Pufferwirkung und die Stabilisierung des pH-Wertes bei ca. 7,2. 
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Bewegung treibt CO2 aus
In sehr naturfern gebauten und betriebenen Anlagen wird die Entwicklung der Kohlensäure meist noch weitergehend unterbunden. Neben einer intensiven Wasserbewegung im Rahmen der Filterung wird auch das letzte noch vorhandene CO2 durch das Einblasen von Luft ausgetrieben. Das führt gelegentlich dazu, daß hohe pH-Werte zwischen 7,5 und 8 entstehen. Eine effektive Filterung (Entfernung aller Organik-Reste) wird das Problem unter diesen Bedingungen eher noch verschärfen, weil damit auch noch die letzte CO2-Quelle ausgeschaltet wird.

In sehr pflanzen-/algenreichen Teichen können pH-Werte bis 11 erreicht werden, weil diese ebenfalls CO2 aus dem Wasser nehmen.
 

Das Huminsäure-System
In naturnahen Teichen entstehen aus abgebauten Pflanzenteilen z.T. Huminsäuren, die das Wasser bei pH 5,5 stabilisieren. Beide Systeme zusammen führen meist zu Werten zwischen 6,5 und 7, dem eigentlich idealen Bereich.

Durch eine wirksame Filtertechnik und das Verhindern aller Kompostierungsprozesse wird die Bildung der Huminsäuren natürlich ebenfalls unterbunden, so daß solche Anlagen oft mit zu hohen pH-Werten betrieben werden und die Fische durch Ammoniakvergiftungen gefährdet werden.

Auswirkungen
In 'überpflegten' Anlagen ist der pH-Wert regelmäßig zu kontrol- lieren. Wenn der Wert zu hoch ist, kann er bei den meist geringen Wasservolumina leicht durch Filterung über Torf abgesenkt werden. Durch den Torfkontakt werden Huminsäuren eingespült, die den pH-Wert senken.

Bei niedrigen pH-Werten steigt der Anteil an salpetriger Säure, die aus vorhandenem Nitrit entsteht. Im Fisch selbst wird das Nitrit dann wieder frei und kann dort eine 70fach höhere Konzentration als im Wasser erreichen.
Was perspektivlos ist ...