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Basiswissen |
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Mechanische Filterung
Wenn Fische das Sediment aufwir- beln oder Kleinalgen das Wasser grün werden lassen, arbeitet man mit Schaumstoff-Filtern, in denen sich diese Partikel sammeln. Sedimentfreie Teiche sind ein strategisches Tiel für Fisch- und Schwimmteiche. Je näher man diesem Ziel kommt, desto klarer ist meist das Wasser.
Partikel können so herausgefiltert werden - aber das ist nicht alles!
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Gelöste Problemstoffe
Ihren Kaffee könnten Sie wochen- lang durch Ihren Kaffeefilter schik- ken - die Farbe würde sich nicht ändern. Weil wassergelöste Farb- stoffe selbst durch feinstes Filter- papier schlüpfen. In Teichen verhalten sich so die Phosphate und Eiweißreste wie Ammonium, Nitrit und Nitrat: Nur sogenannte Ionentauscher könnten diese wassergelösten, wichtigen Algendünger zurückhalten.
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 Jeder Filterschaum des NaturaGart-Filters nimmt 1 kg Schlamm auf, ein Standardfilter insgesamt ca. 9 kg |
Biologische Filterung
Aus Eiweiß-Resten entstehen zunächst giftiges Ammonium und Nitrit. Hilfreiche Bakterien wandeln diese Problemstoffe in relativ ungiftiges Nitrat um. In der Teich- und Aquarienszene wird oft die Frage diskutiert, wie man die Arbeit dieser Bakterien durch spezielle Filtermedien fördern kann. Dabei wird gern übersehen, daß diese Bakterien ohnehin jedes Sandkorn und jedes Pflanzenblatt besiedeln. Sie entstehen meist innerhalb weniger Tage und sind fast immer ausreichend vorhanden.
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Probleme am Ursprung lösen
Das NaturaGart-Konzept löst das Problem schon eine Stufe früher: Unterwasserpflanzen können (an- ders als die meisten Landpflanzen) auch Ammonium und Nitrit als Dünger verwerten. Wenn die Problemstoffe so in Pflanzen einge- baut werden, kann man sich die Diskussion über deren weitere Entschärfung sparen.
Beispielwerte für Nitrat: Pflanzenfreie Fischteiche:
meist weit über 100mg/l
Trinkwasser-Grenze: 30-50 mg/l
NaturaGart-Teiche: 5-10 mg/l
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 Unterwasserpflanzen spielen bei NaturaGart - und in der Natur - eine zentrale Rolle |
Risiko: Pflanzenfreie Fischteiche
Hier sammeln sich immer mehr Eiweißreste an. Dann läßt man das Wasser langsam über eine große Oberfläche rieseln. Die Aktivität der Bakterien entschärft die giftigsten Zwischenstufen - löst aber das Problem nicht: Das Nitrat bleibt im Wasser - und kann sich rasch in giftiges Nitrit zurückverwandeln.
In vielen Teichen springen die Algen in diese Lücke: Sie verbrauchen das Nitrat und der Teich überlebt.
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Algen als 'letzte Rettung'
Wenn einem derart anfälligen System durch den Filter auch noch die Algen weggenommen werden, ist der Kollaps vorprogrammiert:
Es wird überhaupt kein Nitrat mehr verbraucht, auch die Vergrößerung der Oxidationsflächen bleibt letztlich eine Notlösung, solange die Giftstoffe nur umgewandelt, nicht aber endgültig entfernt werden. Der NaturaGart-Filtergraben ist dafür die ideale Lösung.
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 Der Stickstoff aus den Eiweißen wird am besten in die Pflanzen des NaturaGart-Filtergrabens eingebaut. |
Der Umbau von Eiweißresten
Das Teichsediment enthält Eiweiß-Reste. Als Zwischenstoff entsteht daraus zunächst (giftiges) Ammonium. Das wird entweder in Unterwasserpflanzen eingebaut oder von Bakterien in (immer noch giftiges) Nitrit umgewandelt. Eine andere Bakteriengruppe macht daraus (relativ ungiftiges) Nitrat. Dieser Abbau geschieht an Ober- flächen, die von Bakterien besiedelt werden. Jede Oberflächenvergröße- rung hilft daher.
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Vergleich: Natur und Technik
In natürlichen Teichen besiedeln die Bakterien jedes Sandkorn und jedes Pflanzenblatt.
In kahlen Folienteichen verwendet man dafür meist groben Schaum- stoff, Filterbürsten oder Granulat. Der Fehler der meisten Verfahren: Das Wasser läuft viel zu schnell. Viele Hobby-Filter dürften dem Teich nur unwesentlich stabilisie- ren. In Fischteichen entscheiden Besatzdichte und Wasservolumen über den Umfang der Filtertechnik. |
 Das Nebeneinander von Sedimenten und Pflanzen stabilisiert natürliche Teiche |
Sichtweite als Kriterium
In tiefen und großen Teichen treiben mehr Schwebstoffe zwi- schen Fisch und Beobachter, man wird die Fische schlechter sehen. Wassertiefe und Teichgröße ent- scheiden daher über den Filterbe- darf. Wer in einen Kleinteich fast senkrecht hineinschaut, der hat vielleicht nur einen Meter Wassersäule zwischen sich und dem Fisch. In größeren Teichen können viele Meter Wassersäule dazwischen liegen.
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Schwimm- und Fischteiche unterscheiden sich in erster Linie durch die Nährstoff-Zufuhr. In Fischteichen wird gefüttert, es gibt deshalb mehr Eiweißreste. In den meisten privaten Schwimmteichen ist der Stickstoff überhaupt kein Problem.
Gepflegte (sedimentfreie) Anlagen haben meist nur ein Zehntel der Trinkwasser-Grenzwerte. Nach der anfänglichen Stabilisierungsphase sind solche Teiche meist problem- los klar. |
 Die Pflanzen im Filtergraben verbrauchen die Reststoffe, die der Teich nicht verträgt |
Die Durchflußmenge
Jeder Filter ist für eine bestimmte Wassermenge gebaut. Wenn zu viel Wasser angeliefert wird, laufen die druckfreien Filter über, die Druckfilter können sogar platzen.
Diese theoretisch mögliche Wassermenge verringert sich jedoch durch den zunehmenden Filterwiderstand. Je mehr Schmutz im Filter abgeladen worden ist, desto länger dauert es, bis sich das Wasser seinen Weg durch den Filter gesucht hat.
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Denken statt pumpen
Viele sind daran interessiert, mög- lichst starke Pumpen zu verkaufen. Die dafür angebotenen Filtermedien sind dann relativ grob, weil nur große Löcher so viel Waser durch- lassen. Das NaturaGart-System arbeitet wie ihre Kaffeemaschine: Ein Durchfluß muß reichen. Deshalb sind die NaturaGart-Filtermedien viel feiner. Trotz viel größerer Filteroberfläche ist daher ein NaturaGart-Filter bereits mit 70 Litern Wasser/Minute ausgelastet. |
 Die Organikmatten aus dem NaturaGart-Filter sind extrem fein. |
Der Filter-Widerstand
Je mehr Sediment im Filter abgeladen wird, desto schwerer wird es für das Wasser, einen Weg durch das Filtermedium zu finden.
Viele Systeme regeln das durch hohe Pumpenleistung, die das Wasser durch die Schäume treibt.
Das NaturaGart-Filtersystem hat hintereinandergeschaltete Reservesysteme, die dann wirksam werden, wenn die ersten Module verstopfen.
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Die Teich-Geometrie
Die Form und Durchströmung des Teiches entscheidendet über den Wirkungsgrad der Filteranlage: Wenn das Teichwasser statistisch einmal über den Filter gelaufen ist, werden etliche Liter überhaupt nicht bewegt worden sein, andere haben den Filter mehrfach passiert. Nur langgestreckte Gräben mit Zu- und Ablauf auf gegenüberliegenden Seiten würden optimal gefiltert. Die Teichform bedingt die Umwälzrate. |
 Für eine ideale Absaugung hat NaturaGart die Zielsaugtechnik entwickelt. |
Zirkulationsrate
Bei den meisten üblichen Teich- größen reicht es aus, wenn das Wasser täglich ein- bis zweimal über den Filter geleitet wird.
Extrem besetzte Fischteiche müssen meist 3 - 5 x pro Tag über den Filter laufen, abhängig von der Wassertemperatur.
Für Schwimmteiche reicht wegen des niedrigeren Nährstoffniveaus meist ein deutlich geringerer Durchfluß.
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'Standzeit' des Filters
Käufer des NaturaGart-Systems sind gelegentlich verwirrt über die Schlamm-Mengen, die im Filter zu- rückgehalten werden. Der Grund dafür ist, daß der Filter seine Arbeit so überdurchschnittlich gut erle- digt. Er soll die Partikel herausholen - also tut er das. Viele Teiche haben einen Nachholbedarf. Nach der Basisreinigung betragen die Reinigungs-Intervalle meist mehrere Wochen. |
 Der NaturaGart-Grobfilter scheidet bereits größere Schwebstoff-Mengen ab. |
Saisonale Anpassung
Bei kaltem Wasser reicht eine viel kleinere Zirkulationsrate. Viele Filter werden jedoch ganzjährig mit glei- cher Intensität betrieben. Bei gros- sen Teichen mit mehreren Modulen kann ein Teil der Anlage komplett stillgelegt werden - das reduziert den Wartungsaufwand und die Kosten. Im Winter dient der Filterbetrieb dann allerdings primär der Verringerung des Kohlendioxid-Anteils.
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An Partikelgröße anpassen
Im Frühling braucht man einen hohen Grobfilter-Anteil. Später führt die hohe Aktivität der Fische und Bodenlebewesen zu viel mehr Kleinst-Partikeln. Dann sollte man die Porenweite im Filter verringern können. Wenn sich die Schäume gleichmäßig zusetzen, hat der Filter den höchsten Wirkungsgrad. Das NaturaGart-System läßt solche Anpassungen zu - im Gegensatz fast allen anderen.
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 Wir haben die NaturaGart-Filter bis -15°C betrieben. Das Wasser läuft dann unter einer schützenden Eisschicht. |
Fischwachstum beachten
Bei guter Fütterung wachsen viele Fische nach dem ersten Jahr nur noch etwa um das 2-3fache. Wer nur auf die Länge schaut, der wird vermuten, daß die Belastung für den Teich dadurch auch nur etwa 2-3mal größer ist. Das ist aber falsch, denn das Gewicht der Fische wächst in der gleichen Zeit um das 30 - 50 fache, weil die Fische massiger werden. Entsprechend wächst die Belastung des Teiches.
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Vielfache Belastung
So ändert sich das Risiko:
o Ein Vielfaches der Futtermenge
o ein Vielfaches an Exkrementen o ein Vielfaches an Sauerstoff-
Verbrauch und Wühl-Aktivitäten. Eine höhere Belastung bedeutet zwangsläufig, daß die Sicherheits- reserve besonders im Winter deutlich geringer wird.
Oft reichen dann ein paar zusätz- liche Eis-Tage - und das Leben im Teich stirbt ...
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 Besonders bei Kois wird gern unterschätzt, wie mit den Fischen das Risko wächst |
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