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Wasser - Chemie Drucken E-Mail

Hier beantworten wir Ihnen häufig gestellte Fragen zum Thema Wasser-Chemie:

"Was ist der Unterschied zwischen mechanischer und biologischer Filterung?

Was ist der größte Fehler, den ich bei der Haltung von Fischen machen kann?

Ich habe einen kahlen Teich und will auf Pflanzen verzichten. Wie löse ich das Stickstoff-Problem?

Wir riskant ist es, auf Pflanzen zu verzichten?

Ab welcher Konzentration ist Nitrat ein Problem?

Was kann ich noch tun, um den Teich zu stabilisieren?

Kann ich mit viel Wasserbewegung etwas falsch machen?

Meine Fische atmen schwer. Muß ich jetzt mehr belüften?

Die Ausscheidung funktioniert. Ist der Kot auf dem Boden kein Beweis?

Warum funktioniert die Stickstoff-Ausscheidung nicht?

Und wie kann ich erkennen, was ich tun muß?

Was kann ich am pH-Wert erkennen?

Wie lange dauert es, bis die biologische Filterung in einem neuen Teich funktioniert?

Wie kann ich prüfen, ob mein System funktioniert?

Welche Grenzwerte sind noch akzeptabel?

Welche Chancen habe ich überhaupt, solch ein grenzwertiges System zu steuern?

Kann man Ihnen eine Wasserprobe schicken?

Helfen Sie einem bei Problemen?

Die Pumpen wälzen das Wasser 10 x um pro Tag, trotzdem atmen die Fische sehr stark. Das Wasser ist relativ warm. Was tun?

Meine Fische haben Sauerstoffmangel. Warum bessert sich der Zustand nicht, wenn ich sie in heftig durchlüftetes Wasser mit zusätzlicher Sauerstoffanreicherung bringe?

Auf der einen Seite behaupten sie, daß Kohlendioxid ein giftiges Narkosegas ist, auf der anderen Seite soll es die Atmung unterstützen. Was ist denn jetzt richtig?

Und welche Rolle spielt der Stickstoff im Wasser?

Aber normalerweise sagt man doch, daß das Wasser gar nicht genug belüftet werden kann. Ist das falsch?

Wieso sind Fische eigentlich so empfindlich?

Wodurch unterscheidet sich das naturagart-Teichbau-Konzept von anderen Empfehlungen?

Was ist der Unterschied zwischen mechanischer und biologischer Filterung?
Die mechanische filtert Partikel aus dem Wasser, also z.B. Fischkot. Die biologische Filterung baut vor allem die wassergelösten Reststoffe mit Hilfe von Bakterien ab. Dazu gehören z.B. alle Bestandteile, die wir Menschen mit dem Harn ausscheiden. Diese wassergelösten Stoffe sind über Filter nicht zu erreichen.

Der naturagart-Filter ist ein erstklassiger mechanischer Filter. Die untere Kammer (BM-13) ist die biologische Stufe.

In normalen, naturnahen Teichen wirkt jedes Pflanzenblatt, jedes Sandkorn als biologische Filteroberfläche, weil sie dicht mit Bakterien besiedelt sind. In sehr naturfernen, kahlen Anlagen mag es sinnvoll sein, einige VF-8-Module des Standard-Filters mit Oxi-Schaum zu füllen um ein stärkeres Gewicht auf die biologische Filterwirkung zu legen. 
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Was ist der größte Fehler, den ich bei der Haltung von Fischen machen kann?
Arroganz! Sie stehen mit ein paar Teststäbchen am Ufer und glauben, daß Sie etwas steuern können.

Ein schlechter Teich ist wie ein Kartenhaus. Wenn Sie die Position einer Karte verändern, kann alles wackeln. Sie kennen nur ein paar Stellschrauben von vielen. Daran schrauben Sie herum und ändern viel mehr als sie sehen, messen - und überhaupt ändern wollen.

Sie vermuten Sauerstoffmangel, erhöhen die Turbulenz, verlangen dadurch von Fischen Höchstleistungen in einer Gegenstromanlage, reduzieren dabei den Kohlendioxid-Anteil und behindern die Atmung der Fische noch mehr. Der pH-Wert kriecht nach oben, die Fische werden ihr Ammoniak nicht mehr los. Sie geben zur Kompensation Säuren ins Wasser und bringen damit das Puffersystem an seine Grenze.

Wenn Sie Ihr Teichwasser in diesem Grenzbereich technisch stabilisieren wollen, dann brauchen Sie eine Stunde für Analytik pro Tag, denn vieles ist mit Teststäbchen nicht zu regeln. Und was passiert, wenn Sie mal in Urlaub fahren möchten?

Sie sollten nicht versuchen, die einzelnen Komponenten zu regeln. Das wird Ihnen nicht gelingen. Richten Sie die Rahmenbedingungen richtig aus, dann wird das System das meiste selbst regeln. Dann reduziert sich Ihr Aufwand auf wenige Minuten pro Woche - wenn überhaupt! 
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Ich habe einen kahlen Teich und will auf Pflanzen verzichten. Wie löse ich das Stickstoff-Problem?
Überhaupt nicht. Das Grundproblem besteht darin, daß die Stickstoffmenge nicht zu der Bakterienzahl paßt, die diese Schadstoffe umwandelt. Sie können die Fütterung reduzieren und dadurch das Mengenproblem lösen. Sie können zusätzlichen Lebensraum für die Abbau-Bakterien schaffen. Für solche zusätzlichen Oxidationsflächen können Sie sehr gut die VF-8-Module des naturagart- Filters verwenden. Wir liefern dafür Oxi-Schäume, deren große Porenweite sicher stellt, daß immer genug Sauerstoff vorhanden ist. 
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Wir riskant ist es, auf Pflanzen zu verzichten?
Ein Pflanzenteich hat mehrere Sicherheits-Ebenen: Die Pflanzen können verschiedene Stickstoff-Verbindungen direkt aus dem Wasser aufnehmen, die Bakterien sorgen zusätzlich für die Umwandlung.

Wer auf die Pflanzen verzichtet, vertraut allein auf die Bakterien. Die produzieren aber immer mehr des Endproduktes Nitrat, das dann letztlich auch zum Problem werden wird.

Aus unserer Sicht können Sie auf die Pflanzen daher überhaupt nicht verzichten! 
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Ab welcher Konzentration ist Nitrat ein Problem?
90 mg/l gelten noch als sehr sicherer Wert, viele Fische können sicherlich ein Vielfaches davon vertragen.

Sie können einen Teilwasserwechsel machen, wenn die Nitratwerte jene 90 mg/l übersteigen. 
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Was kann ich noch tun, um den Teich zu stabilisieren?
Prüfen Sie den pH-Wert in regelmäßigen Abständen. Halten Sie ihn durch Torf-Filterung unter pH 7. 
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Kann ich mit viel Wasserbewegung etwas falsch machen?
Ja! In der Regel treiben Sie das Kohlendioxid aus dem Wasser. Dann können die Fische auch dann ersticken, wenn eigentlich genug Sauerstoff vorhanden ist. Außerdem mag es sein, daß der biologische Filter nicht optimal gestartet wird. 
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Meine Fische atmen schwer. Muß ich jetzt mehr belüften?
Mag sein. Vielleicht aber auch nicht! Wenn Sie in in kaltes Wasser steigen, dann atmen Sie ja auch sehr heftig. Das hat ja auch nichts mit Sauerstoffmangel zu tun. An der Atmung können Sie lediglich erkennen, ob der Fisch ein Problem hat - aber nicht welches. Die Kiemenbewegung dient nicht nur zur Sauerstoff-Versorgung, sondern auch zur Ausscheidung. Welcher Teil nicht funktioniert, können Sie allein an der Bewegung nicht erkennen. 
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Die Ausscheidung funktioniert. Ist der Kot auf dem Boden kein Beweis?
Nein! 90 - 95% des Stickstoffes, der bei uns über den Harn ausgeschieden wird, verläßt den Fischkörper über die Kiemen. Das können Sie nicht sehen. 
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Warum funktioniert die Stickstoff-Ausscheidung nicht?
Das verstehen Sie besser an einem anderen Beispiel: Zwei benachbarte Zimmer haben 10°C Temperatur-Unterschied. Wenn Sie dazwischen die Tür öffnen, gibt der eine Raum Wärme ab, bis beide die gleiche Temperatur haben. Es wird Ihnen aber ohne viel Technik nicht gelingen, dem kühleren Raum die restliche Wärme zu entziehen, um damit den wärmeren noch mehr zu heizen.

Genau das ist das Problem bei den Fischen. Sie scheiden den Stickstoff als Ammoniak aus. Und das geht nur dann, wenn das umgebende Wasser praktisch keinen Ammoniak enthält. 
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Und wie kann ich erkennen, was ich tun muß?
Man muß die Rahmenbedingungen kennen. Dann kann man Wahrscheinlichkeiten abschätzen. Sie können sich Teststäbchen für pH, Nitrit, Nitrat und Ammonium zulegen. Sauerstoffmessungen sind meist zu aufwendig, elektronische Lösungen müssen i.d.R. aufwendig kalibriert und gewartet werden. Auch Kohlendioxid ist nicht leicht zu messen, zumal es auch als Kohlensäure und in den Härtebildnern des Wassers vorhanden ist und rasch das Erscheinungsbild ändert.
Durch Wasserbewegung erreichen Sie leicht 100% Sauerstoffsättigung. Da liegt also meist nicht das Problem. 
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Was kann ich am pH-Wert erkennen?
An dem Wert allein: fast nichts! Er kann während des Tages um 3 - 5 Werte schwanken. Ihre Momentaufnahme kann daher völlig wertlos sein. Man sollte die Wasserhärte kennen, die Intensität der Wasserbewegung, die Pflanzenmenge, den Vermehrungsstand von Algen, das Alter des Teiches, das Wasservolumen und den Fischbestand. 
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Wie lange dauert es, bis die biologische (bakterielle) Filterung in einem neuen Teich funktioniert?
Die gängige Meinung: 'Bakterienstarter' reinschütten und kräftig pumpen oder Luft einblasen. Die Wirklichkeit sieht allerdings deutlich anders aus:
Die folgenden Rahmenbedingungen sollte man kennen:

Start-Impfung:
Die Bedeutung wird meist völlig überschätzt. Die entsprechenden Bakterienstämme sind weit verbreitet und vermehren sich 'meist in der Geschwindigkeit, in der das Wasser einläuft'. Viel entscheidender ist meist, daß sie in neu angelegten Teichen keine Nährstoffe für ihr Wachstum finden - also letztlich auch nicht gebraucht werden.

Konsequenzen:
'Bakterienstarter' sind aus unserer Sicht i.d.R. ohne praktische Bedeutung.
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Sauerstoff:
Bei wenig Sauerstoff startet das Bakterienwachstum am schnellsten. Wir hatten in einzelnen Versuchen bereits nach 3 Tagen die maximale Abbau-Effizienz. Erst wenn das Bakterienwachstum die exponentielle Phase erreicht, begrenzt der Sauerstoffgehalt die Aktivität. Dann läuft das Wachstum optimal bei 100% Sättigung weiter.

Ein Sauerstoff-Überschuß kann die Vermehrung der Bakterien komplett blockieren. Das findet z.B. in extrem stark belüfteten Becken statt. Einzelne Versuche haben ergeben, daß auch nach 400 Stunden kein nennenswertes Wachstum stattgefunden hat. Es handelt sich bei diesem zunächst überraschenden Effekt um eine Schutzreaktion der Bakterien gegenüber dem agressiven Sauerstoff. Sie bilden zunächst ein Enzym (Superoxid-Dismutase), das die Zelle gegen die Sauerstoff-Radikalen schützt.

Konsequenzen:
Es ist ein schwerer Fehler, neue Anlagen sofort intensiv zu belüften!
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Kohlendioxid:
Die Bakterien bauen die Schadstoffe nicht aus Nettigkeit ab, sondern weil sie sich davon ernähren. Zum Wachstum brauchen sie jedoch auch noch weitere Nährstoffe, vor allem auch Kohlendioxid.
Der enthaltene Kohlenstoff ist für das Zellwachstum unverzichtbar.

Konsequenzen:
Kohlendioxid wird vor allem durch das Einblasen von Luft, Schaumsprudler etc. ausgetrieben. Weniger Wasserbewegung ist sinnvoller! Der Sauerstoff ist ganz selten ein Problem!
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Licht:
Bereits bei 420 Lux kann der Ammoniak-Abbau weitgehend gehemmt werden.

Konsequenzen:
Manche Filteranlagen stehen zu hell, bestehen z.T. aus durchsichtigen Materialien. Der naturagart- Filter ist völlig dunkel.
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Entkopplung:
Störeinflüsse können den zweiten Abbauschritt vom Nitrit zum Nitrat beeinträchtigen. Dadurch kann es zu einer Anreicherung von Nitrit kommen, was den Abbau noch stärker stört. Einen optimalen Wirkungsgrad erreicht man nur durch einen weitgehend synchron laufenden Abbau. Das setzt Kapazitätsreserven voraus.

Konsequenzen:
Systeme, die hart an der Grenze laufen, haben wenig Reserven. Störungen reduzieren daher sofort massiv die Abbauleistung.
Filteroberfläche erhöhen und/oder Pflanzen verwenden. 
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Wie kann ich prüfen, ob mein System funktioniert?
Messen Sie pH-Wert, Ammonium, Nitrit und Nitrat. Im Idealfall liegt der gesamte Stickstoff als Nitrat vor.

Höhere Ammonium-Werte und pH-Werte über 7 sind immer kritisch, weil sie das ‘Nierensystem' der Fische außer Funktion setzen. Besonders empfindlich sind Störe, die 98% des Stickstoffes über die Kiemen abgeben. Höhere Nitrit-Werte blockieren den Sauerstoff-Transport des Blutes. 
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Welche Grenzwerte sind noch akzeptabel?
Das hängt von den einzelnen Arten ab, denn sie reagieren unterschiedlich empfindlich. Darüber hinaus sind die Vitalität des Fisches, pH-Wert und Temperatur von Bedeutung. Auch hier hat alles mit allem zu tun. 
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Welche Chancen habe ich überhaupt, solch ein grenzwertiges System zu steuern?
Wenn Sie gut genug sind und die Anlage ständig überwachen, haben Sie gute Chancen, den Zeitpunkt von Störungen relativ weit hinauszuschieben. Wir reden dabei jedoch immer nur darüber, w a n n  ein größerer Störfall eintritt, nicht darüber, ob es überhaupt passiert. Es wird passieren!

Auch diejenigen, die solche wackeligen Systeme propagieren, haben regelmäßig starke Verluste. Die heißgeliebten Kois sind u.a. deshalb so teuer, weil das Kultur-Risiko so hoch ist und ein Verkauf die Kosten für die parallel anfallenden Leichen mit abdecken muß. Jeder Importeur kann ein Lied davon singen - bis zur Insolvenz...

Wenn Sie eine solche Anlage naturfern betreiben und perfekt steuern wollen, dann werden Sie leicht zum Sklaven Ihres Teiches.  
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Kann man Ihnen eine Wasserprobe schicken?
Sinnlos! Das Wasser verändert sich bereits innerhalb weniger Minuten. Gemessen wird am Teich - oder die Probe wird ‘fixiert'. Das kann aber nicht jeder. 
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Aber Wasserproben werden doch auch in verschiedenen Gartencentern angeboten. Alles Quatsch?"
Fast alles! So wie sich die Temperatur beim Transport verändert, ändern sich auch fast alle anderen Eigenschaften. Je kritischer die Eigenschaften sind, desto schneller meist die Änderung. Wirklich wichtige Dinge werden darüber hinaus ohnehin nicht gemessen. Die meisten Analysen sind nur ein Vermarktungs-Zirkus. 
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Helfen Sie einem bei Problemen?
Das hängt von der Kooperationsbereitschaft des Teichbesitzers ab. In den meisten Fällen werden die Anlagen von uns projektiert, wir haben damit den Rahmen richtig geregelt und es gibt praktisch keine Probleme.

Dann gibt es Leute, die halten sich an keine Spielregel, probieren ständig irgendetwas aus und stolpern von einem Problem in das nächste. Da ziehen wir uns dann irgendwann zurück.

Konkret: Im Idealfall ist die komplette Anlage von uns. Dann gibt es nie Probleme. Wir helfen Ihnen, bis Sie wieder in der Spur sind.

Wenn wir Komponenten geliefert haben (z.B. die Filtertechnik) bekommen Sie alle Informationen, um die Rahmenbedingungen richtig einzustellen.

Wenn Sie alles woanders gekauft haben, dann versuchen Sie bitte, dort auch die Lösung für Ihr Problem zu bekommen. 
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Die Pumpen wälzen das Wasser 10 x um pro Tag, trotzdem atmen die Fische sehr stark. Das Wasser ist relativ warm. Was tun?
Hören Sie auf zu füttern! Wenn die Fische den Stickstoff nicht ausscheiden können, dürfen Sie nicht noch mehr nachschieben! Reduzieren Sie ggf. den Wassertransport, Sie erleichtern damit die Atmung.
Leiten Sie das Wasser über ein Pflanzenbecken! 
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Meine Fische haben Sauerstoffmangel. Warum bessert sich der Zustand nicht, wenn ich sie in heftig durchlüftetes Wasser mit zusätzlicher Sauerstoffanreicherung bringe?
Weil sie das Kohlendioxid durch die Bewegung austreiben. Der Sauerstoff kann bleiben, reduzieren Sie jedoch die Wassermenge (damit darin der CO2-Anteil steigt) und stellen Sie den Lüfter ab! 
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Auf der einen Seite behaupten sie, daß Kohlendioxid ein giftiges Narkosegas ist, auf der anderen Seite soll es die Atmung unterstützen. Was ist denn jetzt richtig?
Beides! Es ist eben nicht alles schwarz und weiß im Leben. Setzen Sie sich ganz ruhig auf einen Sessel und atmen Sie 10 - 20 mal rasch und kräftig durch. Sie werden merken, wie Sie schwindelig werden. Sauerstoff haben Sie genug bekommen - aber Sie haben zu viel Kohlendioxid abgeatmet. So ähnlich geht es den Fischen. Unter 0,5 mg/l wird der Zustand immer kritisch, unter 7 mg/l beginnen die Probleme, zwischen 7 und 18 liegt der optimale Bereich, ab 25 wird es wieder kritisch. Viele Teiche sind im Sommer an der unteren, im Winter an der oberen Grenze. 
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Und welche Rolle spielt der Stickstoff im Wasser?
Am wichtigsten sind die stickstoffhaltigen Verbindungen Ammonium, Nitrit, Nitrat und Sapetrige Säure.

Gasförmiger Stickstoff wird dann sehr schnell zum Problem, wenn es unter Druck zu einer Übersättigung im Wasser kommt. Das tritt gelegentlich an Forellenteichen auf, wenn Wasser aus großer Höhe in den Teich stürzt, Stickstoff mitgerissen wird und unter Druck im Wasser gelöst wird.

Bereits eine Übersättigung von einem Prozent führt zu Mikroblasen-Bildung, 3 - 5%  Übersättigung sind kritisch, höhere Werte meist tödlich. Es entstehen wie bei Dekompressions-Unfällen der Taucher Stickstoffblasen, die zu Lähmungen und in schweren Fällen zum Tod führen. 
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Aber normalerweise sagt man doch, daß das Wasser gar nicht genug belüftet werden kann. Ist das falsch?
Das ist nur die raffgierige Argumentation diverser Pumpenhändler. Wir verkaufen die Pumpen in der Regel 3 - 4 Leistungsklassen kleiner als der übliche Handel. Das ist nicht nur preisgünstiger bei Investition und Betrieb, sondern auch besser für den Teich. 
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Wieso sind Fische eigentlich so empfindlich?
Das Leben steht (auch für uns) immer auf Messers Schneide. Ein paar Prozent Sauerstoff mehr - und die Erde wäre für uns praktisch unbewohnbar - weil alles sehr schnell Feuer fangen würde. Ein wenig CO2 mehr oder weniger und wir würden wie betrunken herumtaumeln.

Luftatmer wie wir haben den Vorteil, daß die Luft sehr leicht in die Lungen dringen kann. Wasser ist viel zäher, nur mit viel Kraft zu bewegen. Spitzen Sie einmal die Lippen und atmen Sie nur durch den Mund.

Ihre Brustmuskulatur muß jetzt die Rippen auseinanderreißen, um ausreichende Luftmengen einströmen zu lassen. Genauso fühlt sich ein Fisch beim Atmen. Die Hälfte dessen, was er überhaupt leisten kann, muß er bei jedem Atemzug einsetzen - bei uns sind es nur ein paar Prozent. Uns reicht es daher, wenn wir etwa 37% des eingeatmeten Sauerstoffes verwerten können. Fische schaffen 60 - 80 %. Diese Sicherheitsreserve brauchen sie. Falsche Haltungsbedingungen führen daher sehr rasch zu einer Überforderung. Wir können unsere Atemfrequenz gewaltig steigern - Fische sind oft schon im scheinbaren Ruhezustand nahe an einer Grenze. 
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Wodurch unterscheidet sich das naturagart-Teichbau-Konzept von anderen Empfehlungen?
Hier arbeiten unter anderem Biologen und keine Fischverkäufer. Wir handeln nicht mit Fischen. Wir haben keine finanziellen Einbußen, wenn wir objektiv sind. Das ist das eine.

Das andere: Die Natur hat über viele Millionen Jahre Überlebensstrategien für die einzelnen Arten entwickelt. Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, diese natürlichen Regulations-System zu installieren.

Wir neigen daher immer dazu, den Rahmen zu regeln und nicht die Details. Die regeln sich dann nämlich selbst.

Andere fummeln an den Details und verschieben dadurch ständig die Rahmenbedingungen. Das führt nie zur Stabilität.

Manche Fischhalter erinnern mich an Leute, die auf einem Drahtseil eine Schlucht überqueren möchten. Sie bauen sich ein Auffangnetz, ziehen Spezialschuhe an, leinen sich an und brauchen ewig, um auf die andere Seite zu kommen.

Dabei hätten sie auch die Brücke nehmen können, die es unmittelbar daneben ohnehin schon gibt...

 
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