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Hier beantworten wir Ihnen häufig gestellte Fragen zum Thema Filter:

Warum verschmutzen die Filtermedien im naturagart-Filter so stark?

Was mache ich, wenn das Wasser nicht so extrem klar sein soll?

Wieviel Schlamm paßt in den naturagart-Filter?

Wovon hängt die Standzeit des Filters ab?

Wie kann ich die Standzeit verlängern?

Wie lange kann ich den Dreck im Filter lassen?

Was muß ich tun, wenn ich mit dem naturagart-Filter ein pflanzenfreies Fischbecken stabilisieren will?

Warum bildet sich auf den Filtermedien gelegentlich ein schwarzer Schleim?

Ich setze Ihren Filter ein, habe kristallklares Wasser, aber dennoch zu hohe Ammonium- und Nitrit-Werte. Warum funktioniert der Filter nicht richtig?

Warum liegt bei den naturagart-Filtern der Schwerpunkt auf der mechanischen Reinigung?

Warum schwimmen die Filterschäume manchmal auf?

Antworten:

Warum verschmutzen die Filtermedien im NaturaGart-Filter so stark?
Der Filter produziert ja selbst keinen Schlamm, sondern er holt ihn aus dem Teich. Dabei ist der naturagart- Filter besonder effektiv. Die geringste Porenweite der Filtermedien ist höchstens halb so groß wie bei den meisten anderen Anbietern. Die Feinfilter erreichen ca. 60 ppi (Poren pro Zoll ), viele Mitbewerber nur etwa 30 ppi. Aus diesem Grunde bleibt natürlich auch mehr Dreck im Filter hängen.

Die Aufgabe des naturagart-Filters besteht darin, alle Schwebstoffe aus dem Wasser zu holen. Das schafft er bei entsprechender Zirkulationsrate perfekt. Dann ist der Dreck natürlich auch da, wo er abgelagert worden ist - nämlich im Filter. Je besser ein Filter funktioniert, desto schneller hat er den Schlamm eingesammelt. Das führt am Anfang zu einer stärkeren Verschmutzung. Später steigen die Reinigungsabstände meist auf mehrere Wochen an. 

Was mache ich, wenn das Wasser nicht so extrem klar sein soll?
Reduzieren Sie die Laufzeit der Pumpe. Eine Zeitschaltuhr kann z.B. 15 minütige Betriebszeiten und Pausen regeln. Das halbiert auch Ihre Stromkosten.

Wieviel Schlamm paßt in den NaturaGart-Filter?
Die Schäume nehmen etwa 1 kg Schlamm pro Schwamm auf, das sind 8 kg für den Vertikalfilter.

Die Organik-Matten übernehmen etwa 300 Gramm pro Matte, das sind also insgesamt ca. 9 kg für einen Standard-Filter. Das sind Spitzenwerte für die Speicherkapazität.

Wovon hängt die Standzeit des Filters ab?

Wenn Ihr Teich pro Woche 9 kg Schlamm produziert (weil Sie z.B. so viel füttern), dann wird der Filter nach einer Woche voll sein. Füttern Sie die Hälfte, dann wird es eine Woche länger dauern.

Zur Fütterung kommen noch Blütenstaub, Blätter etc. Jeder Teich importiert mehr oder weniger gewollt Nährstoffe. Durch den Filter werden sie wieder exportiert. Je mehr Sie importieren, desto mehr müssen Sie über den Filter exportieren, damit der Zustand im Teich gleich bleibt.

Wie kann ich die Standzeit verlängern?
Im Teich: Verringern Sie den Nährstoffimport, damit lösen Sie das Problem am wirksamsten. Gegen vieles sind Sie jedoch machtlos (z.B. Blütenstaub).

Am Filter: Vergrößern Sie die Filteroberfläche z.B. über einen weiteren Standard-Filter. Wenn Sie 9 kg pro Woche exportieren müssen und der Filter ‘nur’ 9 kg schafft, dann reichen zwei Filter für zwei Wochen.

Wie lange kann ich den Dreck im Filter lassen?
Die meisten Anlagen haben am Anfang kurze Reinigungsintervalle, weil sich noch viel Schlamm im Teich befindet. Das ändert sich im Laufe weniger Monate. Gut gepflegte Teiche haben dann theoretische Reinigungsintervalle von mehreren Monaten. In der Praxis sollten Sie den Filter aber nach spätestens 4 - 6 Wochen einmal reinigen, denn: Die Organik-Reste sind noch nicht exportiert, sondern noch Teil des Teiches, weil sie sich ja noch im Filter befinden. Sie werden abgebaut wie ein Komposthaufen und gelangen dadurch wieder in den Teich.

Was muß ich tun, wenn ich mit dem Naturagart-Filter ein pflanzenfreies  Fischbecken stabilisieren will?
Fische sind Teil eines biologischen Systems. Sie geben den Pflanzen Kohlendioxid sowie andere Nährstoffe und erhalten dafür Sauerstoff und eine Schadstoff-Eliminierung.

Dieses biologische System ersetzen Sie beim Verzicht auf Pflanzen durch eine technische Notlösung. Alles was sich beim Pflanzeneinsatz von allein regelt, werden Sie durch mehr Überwachung, Meßtechnik - und Know-How - ersetzen müssen. Da werden Sie gelegentlich an Ihre Grenzen stoßen - das System wird dann instabil, die Fische werden krank oder sterben.

Die wichtigste Maßnahme in kahlen Fischbecken ist die Vergrößerung der Besiedlungsoberfläche für die Bakterien, die Ammonium und Nitrit in das ungefährlichere Nitrat überführen.

Auch dafür können Sie das NaturaGart-Filtersystem verwenden: Sie können die VF8-Module mit dem sehr groben Oxi-Schaum füllen. Das Wasser tropft dann langsam durch diese riesige Oberfläche und wird dabei aufoxidiert. Nach unseren Erfahrungen erfolgt die Besiedlung in natürlichen Systemen innerhalb weniger Tage. In sehr technischen Systemen können Sie notfalls einen Bakterienstarter zusetzen.

Achten Sie bitte darauf, daß sich nach etwa 5 - 10 Tagen ein Nitritpeak bilden kann. Das ist dann der Fall, wenn der Abbau von Ammonium zu Nitrit rascher erfolgt als der weitere Abbau zu Nitrat. Manche Systeme sind nach 3 Tagen voll funktionsfähig, andere erst nach etwa 3 Wochen. Es gibt keinen Weg, dies auf der Ebene der Bakterien zuverlässig zu steuern. Sie sollten die Fütterung in der Anfahrphase reduzieren, damit der ‘Peak’ nicht so hoch wird. Unter diesen Bedingungen gibt es nach unserer Erfahrung nie ein Problem.

Warum bildet sich auf den Filtermedien gelegentlich ein schwarzer Schleim?
Sie haben wahrscheinlich eine UV-Anlage eingesetzt, die massiv in die Algenbestände eingegriffen hat. Deren Reste bilden diesen typischen Schleim. Waschen Sie die Schäume aus oder wechseln Sie die Organik-Matten. Das Problem verschwindet, wenn Sie die Algen im Griff haben.

Ich setze Ihren Filter ein, habe kristallklares Wasser, aber dennoch zu hohe Ammonium- und Nitrit-Werte. Warum funktioniert der Filter nicht richtig?
Das ist kein Filter-, sondern ein Konstruktionsproblem Ihrer Anlage. Filter können immer nur Partikel aus dem Wasser nehmen. So läßt sich z.B. Fischkot aus dem Wasser entfernen. Mit dieser Technologie könnten Sie aber keinen Urin aus dem Wasser entfernen. Die winzigen Stickstoff-Moleküle dringen mühelos auch durch die feinsten Filtermedien. Vereinfacht formuliert: Mechanische Filter wirken immer nur gegen den Kot, nie gegen den Urin!

In naturnahen Anlagen tritt das Problem nicht auf, weil die Urin-Bestandteile durch Pflanzen abgebaut werden. Wer auf Pflanzen verzichtet, hat für diese Schadstoff-Begrenzung keine Lösung in seinem System.

Warum liegt bei den NaturaGart-Filtern der Schwerpunkt auf der mechanischen Reinigung?
Vorbeugung! Wo nichts verrottet, da entstehen viele Schadstoffe gar nicht erst, müssen also auch nicht über den biologischen Filter entschärft werden.

Wer seinen Teich naturnah baut, der hat mit dem biologischen Teil ohnehin nie Probleme, denn jedes Sandkorn, jedes Pflanzenblatt übernimmt diese Funktion. Das muß man nicht noch einmal zusätzlich kaufen.

Darüber hinaus: Sie können die VF-8-Module problemlos zu großen biologischen Filterstationen gruppieren. Wir liefern den Oxi-Schaum auch dafür in passenden Größen.

Warum schwimmen die Filterschäume manchmal auf?
Fast alle Kunststoffe sind leichter als Wasser - so auch die Filterschäume. Da sie etwa 5 mm größer sind als das Innenmaß des Kastens, klemmen sie fest und schwimmen nicht auf. Darüber hinaus werden sie durch die Drahtbügel in der Position gehalten.
Normalerweise lagert sich in jedem Schaumblock etwa 1 kg Schlamm ab. Dadurch wird der Schaum so schwer, daß er nicht aufschwimmen kann.
In seltenen Fällen kann es vorkommen, daß sich die Oberfläche auch der groben Schäume schließt, ohne daß der Schaum selbst mit Schlamm abgefüllt worden ist. Eine solche Situation tritt gelegentlich Anfang April auf, wenn ein spezieller Vermehrungszyklus der Fadenalgen einsetzt. Dann treiben 5 - 10 mm lange Fäden durch den Teich, die oft mit einer kleinen Luftblase so austariert sind, daß sie schwimmen. Bei massivem Auftreten können sie die Oberfläche der Filter gelegentlich schließen, ohne daß die Schaumblöcke schwerer werden. Der steigende Wasserstand kann die Schäume dann aufschwimmen lassen. Betroffen sind eigentlich nur die ersten groben Schäume. Da die anderen in der Position bleiben, verschmutzen sie etwas schneller, liefern jedoch die gleiche Wasserqualität ab.
In einigen Teichen gibt es darüber hinaus einen extrem großen Anteil sehr grober Partikel. Setzen sie in solchen Fällen bitte den Grobfilter ein. Das Problem ist dann sofort erledigt.
Falls dies nicht zutrifft, sollten Sie die Anleitungen überprüfen. Sie haben dann entweder vergessen, die Drahtbügel wieder einzubauen oder Sie haben die Schäume möglicherweise beim Auswaschen zu stark gepreßt, so daß sie etwas kleiner geworden sind.
Dehnen Sie sie dann bitte auf das ursprüngliche Maß zurück. Wir liefern sie etwa 5 mm größer als das Innenmaß des Filterkastens.
Unter solchen Bedingungen schwimmen sie nicht auf!

Was ist für die Betriebssicherheit von Filtern wichtig?
Bei allen Filtern gibt es eine Schwachstelle, die aus unserer Sicht viel zu wenig beachtet wird:
Das Wasser verläßt in der Regel das gedichtete Teichsystem, wird durch eine Leitung zum Filter geführt und von dort wieder zurück. Wenn es dort ein Problem gibt, wird der Teich meist weitgehend leergepumpt.

Beispiele für z.T. mehrfach erlebte Probleme:
- Leitung ist unterirdisch verlegt und wird bei Gartenarbeiten mit dem Spaten beschädigt.
- Spielende Kinder demontieren den Filter oder die Leitungen
- Größere Tiere werfen den Filter um
- Schlauchverbindungen lösen sich
- Vandalismus
- Abbrechender Ast reißt Leitung ab
- Terrassenplatten werden von Tieren unterwühlt

Wer den NaturaGart-Filtergraben oder die Zielsaugtechnik einsetzt, begrenzt die Wasserverluste auf die oberen 40 cm. In allen anderen Fällen wird der Teich leergepumpt.
Vermeiden läßt sich dies ganz einfach durch einen Schwimmschalter, der die Pumpe unterhalb eines bestimmten Wasserstandes abschaltet.        

 

 
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